Kommunale Wärmeplanung in Ascheberg

Die Gemeinde Ascheberg arbeitet derzeit an der kommunalen Wärmeplanung. Ziel ist es, Möglichkeiten für eine nachhaltige und zukunftssichere Wärmeversorgung zu untersuchen und eine Orientierung für die kommenden Jahre zu schaffen. Die Ergebnisse wurden im Planungs- und Bauausschuss vorgestellt und werden den Bürgerinnen und Bürgern öffentlich zugänglich gemacht.

Worum geht's ?

Die kommunale Wärmeplanung untersucht, wie Gebäude künftig klimafreundlich mit Wärme versorgt werden können. Dabei werden örtliche Gegebenheiten, Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet.

Was bedeuetet das für mich?

Die Wärmeplanung legt keine unmittelbaren Pflichten für Eigentümerinnen und Eigentümer fest. Sie dient als strategische Grundlage für zukünftige Entscheidungen von Gemeinde, Energieversorgern und Bürgern.

Infoabend am 19.01.27

Am 19. Januar 2027 findet eine öffentliche Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger statt. Dort werden die Ergebnisse vorgestellt und Fragen zur zukünftigen Wärmeversorgung beantwortet.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen, Unterlagen und aktuelle Dokumente zur kommunalen Wärmeplanung stellt die Gemeinde auf ihrer Internetseite zur Verfügung.

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Grundsteuer

Information zu dem Bewertungsgesetz - Grundsteuerreform

Die Grundsteuer, eine der wichtigsten kommunalen Einnahmequellen in Deutschland, wurde reformiert. Ziel der Reform war es, die Berechnungsgrundlage für die Steuer gerechter zu gestalten. Dabei wurde das sogenannte Bundesmodell eingeführt, das neue Bewertungsregeln für Grundstücke und Gebäude festlegt. Allerdings gibt es Kritik an der Umsetzung, und mehrere Gerichtsverfahren befassen sich mit der Frage, ob die neue Grundsteuer verfassungsgemäß ist.

Am 27. Mai 2024 entschied der Bundesfinanzhof (BFH), das höchste deutsche Steuergericht, in zwei wichtigen Fällen, dass Zweifel an der Rechtmäßigkeit der neuen Berechnungen bestehen könnten. In den beiden Streitfällen hatten Hausbesitzer beim Finanzgericht Rheinland-Pfalz beantragt, ihre neuen Grundsteuerbescheide vorerst auszusetzen, weil sie die Berechnungen für zu hoch hielten. Das Finanzgericht stimmte zu und setzte die Steuerzahlung vorläufig aus, da es Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Bewertungsregeln hatte. Die Finanzverwaltung legte dagegen Beschwerde ein, doch der BFH bestätigte die Entscheidung des Finanzgerichts.

Konkret geht es um die Frage, ob die neuen Bewertungsregeln in einigen Fällen zu überhöhten Grundsteuerwerten führen. Der BFH erklärte, dass es bereits ausreicht, wenn der berechnete Wert eines Grundstücks um mehr als 40 % über dem tatsächlichen Marktwert liegt, um die Berechnung anzufechten. Das Übermaßverbot – ein Grundsatz des Verfassungsrechts – verlangt, dass staatliche Maßnahmen nicht übermäßig belastend sein dürfen. Wenn also die Steuer auf Grundlage eines viel zu hohen Werts festgesetzt wird, muss der Betroffene die Möglichkeit haben, einen niedrigeren Wert nachzuweisen, auch wenn das Gesetz diesen Nachweis nicht ausdrücklich vorsieht.

Die BFH-Entscheidungen vom Mai 2024 sind jedoch nur vorläufige Urteile im sogenannten Aussetzungsverfahren. Das bedeutet, dass die eigentliche Frage nach der Verfassungsmäßigkeit der neuen Grundsteuerregelung noch nicht entschieden ist. Diese Frage wird in den sogenannten Hauptsacheverfahren geklärt, die ebenfalls vor dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz anhängig sind. Es ist möglich, dass dieses Gericht den Fall weiter an das Bundesverfassungsgericht weitergibt, um dort eine endgültige Klärung herbeizuführen.

Aufgrund der BFH-Entscheidung haben die obersten Finanzbehörden der Länder reagiert und am 24. Juni 2024 sogenannte Ländererlasse herausgegeben. Diese Anweisungen sollen den Finanzämtern helfen, mit den aktuellen Unsicherheiten in der Praxis umzugehen. Dennoch bleibt offen, ob die neuen Bewertungsregeln in Zukunft geändert werden müssen, um verfassungsrechtlichen Anforderungen zu genügen. Bis zur endgültigen Klärung bleibt die neue Grundsteuer weiterhin ein heiß diskutiertes Thema.

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